KiTa St. Maria - mein Gedanken
KiTa St. Maria – ehrlich prüfen, solide entscheiden
Die KiTa St. Maria ist kein Nebenthema. Sie ist einer der wichtigsten Orte in Kemmern. Hier verbringen unsere Kinder viele Stunden am Tag. Hier arbeiten Erzieherinnen unter Bedingungen, die stimmen müssen. Und hier entscheidet sich, ob Familien sich in unserem Ort gut aufgehoben fühlen.
Ich werde bei diesem Thema keine schnelle Entscheidung versprechen. Dafür ist es zu wichtig – und zu teuer.
Bevor ich über Sanierung oder Neubau spreche, brauche ich eine saubere Grundlage. Wir müssen wissen, in welchem baulichen Zustand das Gebäude tatsächlich ist. Was ist technisch noch tragfähig? Wo sind nur kosmetische Mängel – und wo strukturelle Probleme? Wie sieht es energetisch aus? Wie hoch sind die laufenden Kosten heute – und wie hoch wären sie nach einer Sanierung?
Genauso wichtig ist die Frage nach dem Platzbedarf. Wir dürfen nicht nur für heute planen. Wir müssen wissen, wie viele Betreuungsplätze wir in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren realistisch brauchen – auch mit Blick auf mögliche Neubaugebiete. Eine Teilsanierung bringt nichts, wenn wir in fünf Jahren wieder anbauen müssen.
Erst wenn diese Zahlen auf dem Tisch liegen, kann man seriös entscheiden.
Ich sehe drei Möglichkeiten:
Erstens: eine begrenzte Sanierung. Das wäre die günstigste Variante, würde aber vermutlich nur einzelne Mängel beheben und strukturelle Probleme bestehen lassen. Das darf keine Schönreparatur werden.
Zweitens: eine umfassende Generalsanierung. Das kann sinnvoll sein, wenn die Substanz gut ist. Aber man muss ehrlich sagen: Auch eine Generalsanierung ist teuer. Und oft stellt man während der Bauarbeiten fest, dass mehr erneuert werden muss als gedacht.
Drittens: ein Neubau. Das ist die teuerste Lösung – aber auch die mit der längsten Perspektive. Ein Neubau gibt uns die Möglichkeit, Räume modern, energieeffizient und pädagogisch zeitgemäß zu planen. Die laufenden Betriebskosten wären niedriger, die Lebensdauer deutlich länger.
Entscheidend ist nicht, was im ersten Moment günstiger wirkt. Entscheidend sind die Gesamtkosten über 30 oder 40 Jahre.
Wenn wir am Ende feststellen, dass eine Generalsanierung fast so teuer ist wie ein Neubau – dann müssen wir auch den Mut haben, über einen Neubau zu sprechen.
Genauso ehrlich gehört zur Planung die Übergangszeit. Während einer größeren Sanierung oder eines Neubaus brauchen wir eine verlässliche Interimslösung. Container, Ausweichräume oder andere Lösungen kosten Geld und müssen früh eingeplant werden. Das darf kein Nachgedanke sein.
Auch die Finanzierung muss klar benannt werden. Ein Projekt dieser Größenordnung wird mehrere Millionen Euro kosten. Fördermittel von Land und Bund sind dabei entscheidend. Hier bringe ich meine Erfahrung im Fördermittelmanagement ein. Aber selbst mit Förderung wird die Gemeinde einen Eigenanteil tragen müssen.
Eine maßvolle Kreditaufnahme für ein Gebäude, das 40 Jahre genutzt wird, ist nicht automatisch verantwortungslos. Es wäre eher unverantwortlich, notwendige Investitionen immer weiter aufzuschieben und damit künftige Generationen mit höheren Folgekosten zu belasten.
Realistisch betrachtet sprechen wir von einer Fertigstellung zwischen 2029 und 2031 – je nachdem, wie schnell Planung, Förderbescheide und Bauphase verlaufen. Alles andere wäre Wunschdenken.
Mir ist wichtig: Diese Entscheidung darf nicht parteipolitisch getroffen werden. Sie muss fachlich fundiert, transparent und mit klarer Priorität im Investitionsplan bis 2032 verankert sein.
Die KiTa St. Maria ist keine Option. Sie ist Pflichtaufgabe.
Und sie verdient eine Lösung, die langfristig trägt – nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für die nächste Generation.
Und sie verdient eine Lösung, die langfristig trägt – nicht nur für die nächsten Jahre, sondern für die nächste Generation.